Erprobungs-
stufe

Schwerpunkte der pädagogischen Betreuung in der Erprobungsstufe

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Herr Martin Klaus

1. Kooperation mit den Grundschulen

Es ist unserer Schule ein wichtiges Anliegen, die Schüler/innen am Anfang der 5. Klasse möglichst dort „abzuholen“, wo sie am Ende ihrer Grundschulzeit stehen. Aus diesem Grund gibt es in mehrfacher Hinsicht eine enge Kooperation mit den Grundschulen:

Im November/Dezember lädt unsere Schule die Schüler der 4. Klasse sowie deren Eltern zu einem Informationsnachmittag ein. Im Rahmen dieses Nachmittags werden Führungen durch die Schule und Unterrichtsstunden in verschiedenen Fächern angeboten, so dass Lehrkräfte und Viertklässler einen ersten Eindruck voneinander erhalten.

Die Gesangs- und Streicherklassen stellen sich ebenso wie diverse AGs vor, und an den Informationstischen im Foyer der Schule können im persönlichen Gespräch individuelle Fragen zur Schule und zu einzelnen Fächern besprochen werden.

Im zweiten Halbjahr des 4. Schuljahres besuchen die Lehrkräfte unserer Schule die Grundschulen. Auf diese Weise lernen die Viertklässler ihre zukünftigen Lehrer ein zweites Mal kennen, und die Lehrkräfte unserer Schule erhalten wichtige Einblicke in das Unterrichtsgeschehen in der 4. Klasse. Letzteres ist sehr wichtig, um den Übergang zwischen der 4. und der 5. Klasse möglichst kontinuierlich zu gestalten.

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Gegen Ende des 4. Schuljahres findet ein weiterer Nachmittag für Schüler und Eltern statt. Da zu diesem Zeitpunkt die Klasseneinteilung der zukünftigen Jahrgangsstufe 5 abgeschlossen ist, besteht die Möglichkeit, dass die Eltern der jeweiligen Klassen bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen, während die Kinder mit dem Klassenleitungsteam (jeweils 2 Lehrkräften) und vor allem mit ihren zukünftigen Klassenkameraden bei Vorstellungsrunden und Kennenlernspielen erste Eindrücke von den neu gebildeten Klassen gewinnen können. Hinweise der Schulpflegschaft, des Fördervereins und der Schulleitung runden den Nachmittag ab.

Vor allem in den ersten Monaten der Klasse 5 suchen die Klassenlehrer unserer Schule telefonisch den Kontakt mit den Kollegen der Grundschulen,

wenn sich bei den Kindern Startschwierigkeiten bemerkbar machen oder auffallende Unterschiede zwischen den Grundschulgutachten und dem Lern- bzw. Sozialverhalten der Schüler erkennbar werden.

Zu den Erprobungsstufenkonferenzen werden die Kollegen der Grundschulen eingeladen. Der schulübergreifende Meinungsaustausch während der Konferenzen ist überaus wertvoll und unerlässlich, um die schulische Entwicklung der Fünftklässler aus möglichst vielen, sich ergänzenden Perspektiven zu betrachten und die Kinder pädagogisch kompetent zu begleiten bzw. die Eltern fundiert zu beraten.

2. Beratung

a) kollegial (unter den Kollegen einer Klasse)

Klassenleitungstandems
Jede Klasse wird geleitet von zwei Lehrern, dem sogenannten Klassenleitungstandem. Sie organisieren gemeinsame Klassenstunden, in denen sie sich z.B. um die Belange der Klasse oder auch gezielte Fördermaßnahmen kümmern können. Außerdem teilen sie sich die Verwaltungsaufgaben, planen Klassenausflüge und Unternehmungen, besprechen und beraten sich hinsichtlich der unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen ihrer Schüler.

Klassenkonferenz
Neben den üblichen Zeugniskonferenzen finden in der Erprobungsstufe regelmäßige Klassenkonferenzen statt, bei denen sich die Klassen- und Fachlehrer zusammensetzen, um sich über den Entwicklungsstand eines Schülers auszutauschen. Gern gesehene Gäste sind dabei die ehemaligen Grundschullehrer, die oft sehr wichtige Informationen zu den Schülern geben können und das Gesamtbild komplettieren. Etwaige Lernschwierigkeiten und Konflikte sind in ihren Ursprüngen damit leichter nachzuvollziehen und öffnen den Blick für geeignete Fördermaßnahmen.

b) individuell (gegenüber Schülern und Eltern)

Klassenlehrer
Natürlich steht jedem Schüler zunächst einmal der Klassenlehrer beratend zur Seite. Durch das Lehrerraumprinzip wird gewährleistet, dass der Klassenlehrer auch außerhalb des Unterrichts relativ spontan z.B. in Schulpausen beratende Gespräche anbieten kann. Als Vorsitzender der Klassenkonferenz steht er in stetem Austausch mit den Fachlehrern und sammelt Beobachtungen seiner Kollegen, um dem Schüler gegebenenfalls Rückmeldung über seine schulische Gesamtentwicklung zu geben. Insofern plant und koordiniert er in Absprache mit den Eltern möglicherweise auch zusätzliche Nachhilfe- oder Förderangebote.

Jahrgangsstufenleiter
Neben den Klassenlehrerteams der Jahrgangsstufen 5 und 6 kümmert sich auch jeweils ein Jahrgangsstufenleiter um die Beobachtung und Förderung der Schüler. Ein erstes Bild vom Entwicklungsstand der Schüler und der Klassenzusammensetzung verschafft er sich durch Unterrichtshospitationen zu Beginn des 5. Schuljahres. Darüber hinaus organisiert er gemeinsam mit dem jeweiligen Klassenlehrer mögliche Fördermaßnahmen. Des Weiteren beruft er die Klassenkonferenzen ein und steuert die dazu notwendigen Rückmeldungen der unterschiedlichen Fachlehrer.

Beratungslehrkräfte
Insbesondere bei Problem- und Konfliktfällen innerhalb der Klassengemeinschaft oder bei persönlichen Problemen des Schülers steht ein Team aus drei Beratungslehrkräften zur Verfügung, die sich vertraulich und kompetent um eine Lösung bemühen. Erreichbar sind die Beratungslehrer natürlich in den Pausen oder zu bestimmten Sprechzeiten im eigens eingerichteten Beratungsraum.

Tutoren
Oberstufenschüler werden als Tutoren eingesetzt, um bei möglichen Lernschwierigkeiten den jeweiligen Schülern in Form eines Nachhilfeunterrichts zur Verfügung zu stehen. In einer 1:1-Betreuung arbeiten sie beispielsweise gemeinsam an Schul- und Hausaufgaben oder bereiten den Unterrichtsstoff nach. Das Tutorensystem erweist sich als besonders geeignet, um in einem vertrauensvollen Verhältnis Lernbarrieren zu überwinden.

Mentoren
Eine wichtige Funktion bei der Betreuung der Schüler in der Erprobungsstufe übernehmen die Mentoren der 9. Jahrgangsstufe. Jeweils zwei Mentoren stehen den Klassen als Ansprechpartner zur Verfügung. Es hat sich gezeigt, dass die jüngeren Schüler insbesondere zu ihren Mentoren ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen. Bei Fragen oder Konflikten sind häufig die Mentoren erster Ansprechpartner. Sie organisieren ferner auch Klassenfeste, die sehr wichtig für das Entstehen einer Klassengemeinschaft ist. Ebenso begleiten sie Ausflüge.

Elterngespräche
Um auch Eltern eine Rückmeldung über den Entwicklungsstand der Schüler zu geben, finden im Herbst und Frühjahr regelmäßige Elternsprechtage statt. Viel wichtiger sind aber vielleicht noch die festgelegten Sprechzeiten, wo Lehrer auch unabhängig vom Elternsprechtag zur Verfügung stehen. Positiv dabei ist, dass diese Gespräche zeitlich viel weniger beengt sind als an Elternsprechtagen. Ein spontaner und unkomplizierter Austausch erfolgt mittlerweile natürlich auch per Mail.

Elternabende
Um zum Beispiel über Schuljahresplanungen, Unterrichtsinhalte, methodische Arbeitsweisen, Konfliktfälle etc. die Eltern zu informieren, finden mindestens einmal im Jahr Elternabende statt. Natürlich werden hier die Klassenpflegschaftsvorsitzenden gewählt und den Eltern grundsätzlich die Möglichkeit zur Mitgestaltung des Schullebens gegeben.

3. Soziales Lernen

Klassenleitungsstunden
Die in der Klassenleitungsstunde zu behandelnden Themen gliedern sich in die Bereiche Lernen des Lernens (Erziehung zu selbstständigem häuslichen Lernen und Lernen im Unterricht), soziales Lernen (Stärkung der Klassengemeinschaft, Stärkung der individuellen Toleranz und Sozialkompetenz) und Organisatorisches.
Die Ausfächerung dieser Module in verschiedene Unterthemen legen die Klassenleitungstandems nach den individuellen Bedürfnissen der Klasse fest. Detaillierte Beschreibungen findet man im Konzept „Klassenleitungsstunde“ im Anhang.

Klassenfahrten, Klassenausflüge
Eine mehrtägige Klassenfahrt in der Klasse 5 oder 6 mit meist erlebnispädagogischem Inhalt, der Projekttag „soziales Lernen“ und themengebunden Klassenausflüge stärken die Klassengemeinschaft und fördern ein positives soziales Klima unter den Schülern der Jahrgangsstufe. Sowohl die Klassenfahrt als auch die Ausflüge können gegebenenfalls gemeinsam mit der gesamten Jahrgangsstufe durchgeführt werden.

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4. Förderung

Förderkonzept für die Erprobungsstufe
Das Förderkonzept zeigt in vielfältiger Weise auf, wie innerhalb und außerhalb des Unterrichts in Projekten, Arbeitsgemeinschaften, Ressorts und in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern die sozialen und personalen sowie die intellektuellen und fachbezogenen Kompetenzen jeder Schülerin/jedes Schülers individuell gefördert werden. Detaillierte Beschreibungen findet man im Förderkonzept für die Erprobungsstufe im Anhang.

Fachspezifische Ergänzungsstunden in Deutsch und Englisch
In der Jahrgangsstufe 5 erhält jede(r) SchülerIn jeweils eine Ergänzungsstunde in den Fächern Deutsch und Englisch, in denen der Unterrichtsstoff vertieft wird.

Vielfältiges AG-Angebot
In zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und Ressorts können die Schüler unterschiedliche Kompetenzen erwerben und fördern. Z.B. im Bereich Sport (Judo-AG, Tischtennis-AG, Turn-AG und Tanz-AG ), als Mitarbeiter für die Schülerzeitung “Strebergarten” und weiteren Arbeitsgemeinschaften.

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Ab der 6. Klasse können die Schüler in der Nachwuchstheater-AG mitspielen.

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Neben der Möglichkeit, im Unterricht an den Streicher- oder Gesangsklassen teilzunehmen, besteht zusätzlich noch das Angebot im Jugendchor, Nachwuchsorchester oder Bläserkreis mitzuwirken.

erprobungsstufe Erprobungsstufe am FJM erprobungsstufe physik
Mathematik-AG, Informatik-Ressort, Physik-AG und Technik-AG können bereits von Erprobungsstufenschülern besucht werden.

Weitere Informationen zur Eprobungsstufe finden Sie im Anhang.