Individuelle Förderung am FJM

Unterrichtstaktung und individuelle Förderung am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium ab dem Schuljahr 2016/2017

Seit dem Beginn des Schuljahres 2016/2017 wird am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium ein zwar auf bestehenden, bewährten Elementen beruhendes, insgesamt aber deutlich erweitertes und modifiziertes Konzept zur individuellen Förderung im Rahmen des regulären Unterrichts umgesetzt.

Unter individueller Förderung wird am FJM dabei ganz ausdrücklich sowohl die unterstützende Förderung bei Lern- und Leistungsdefiziten als auch diejenige im Sinne von Begabten- bzw. Exzellenzförderung verstanden.

Im gleichen Sinne gilt dies explizit auch für die unterstützende individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Inklusion.

 

Neue Unterrichtstaktung

Grundlage der neuen Konzeption ist die strukturelle Umstellung einer bisher auf 45-minütigen Unterrichtsstunden basierten Unterrichtstaktung auf ein auf 30-minütigen Unterrichtseinheiten aufbauendes System, das sowohl 30-, 60- sowie 90-minütige Unterrichtsformate möglich macht.

Der ganz überwiegende Teil des Unterrichts findet in allen Jahrgangsstufen jedoch in 60- oder 90-minütigen Unterrichtseinheiten statt – und nur vereinzelt auch in 30-minütigen.

Mit der Umstellung der Unterrichtstaktung war es uns möglich, viel stärker als bisher die besonderen Bedingungen der einzelnen Fächer im Stundenplan zu berücksichtigen.

Vor dem Hintergrund der neuen Unterrichtstaktung endet der Unterricht in der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 9) seit dem Beginn des Schuljahres 2016/2017 generell spätestens um 13.30 Uhr, an einzelnen Tagen auch bereits um 12.25 Uhr.

Obligatorischer Nachmittagsunterricht findet am FJM in der Sek. I regulär nicht mehr statt.

 

Individuelle Förderung – Lernzeitstunde – Lernpläne – FJM-Planer

Das besondere schulische FJM-Angebot der Lernzeitenstunde zur individuellen Förderung (LZS) ist von Montag bis Freitag für alle Klassen und Jahrgangsstufen von der Klasse 5 bis zur EF (Sek. II) in einem 60-minütigen Forder- und Förderstundenband fest im Stundenplan verankert.
Die täglich in der Zeit von 11.25 Uhr bis 12.25 Uhr stattfindende LZS orientiert sich an dem an vielen Schulen bereits sehr erfolgreich erprobten Konzept der „Dalton-Pädagogik“.

In der LZS erarbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig Themen und Gegenstände aus den Fachunterrichten, die ihnen in Form von Lernplänen inhaltlich, methodisch und zeitbezogen verbindlich vorgegeben werden (vgl. auch „Wochenplan”).

Die Lernpläne der verschiedenen Unterrichtsfächer schaffen für alle Beteiligten Transparenz und Verbindlichkeit und sie enthalten jeweils Basis- und Bonusaufgaben („fordern und fördern“).

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In der LZS können die Schülerinnen und Schüler vor dem Hintergrund ihrer individuellen Wochen-Planungen frei entscheiden, welche Aufgaben bzw. Fächer sie vorrangig bzw. der Reihe nach bearbeiten wollen – und welche Lehrerin/welchen Lehrer sie in ihrem/seinem Raum (Lehrerraumprinzip) aufsuchen wollen.

Für individuelle Stillarbeiten stehen die Räume der Stille zur Verfügung; für Schülerinnen und Schüler, die ihren Lernplaner nicht dabei haben, gibt es den KP-Raum (Kein-Plan-Raum), in dem besondere Arbeitsmaterialien für individuelle Lerntätigkeiten außerhalb der Lernplan-Arbeit angeboten werden.

Information, Begleitung, Nachweis, Kontrolle und allgemeine sowie spezifische Kommunikation erfolgen über den FJM-Planer – für Schülerinnen/Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte.

Sowohl die neue Unterrichtstaktung als auch die LZS werden im Rahmen der Kooperation des FJM mit der Universität Siegen (SiNet) wissenschaftlich umfangreich begleitet und intensiv evaluiert.

Die beschriebenen neuen bzw. veränderten Konzepte zur individuellen Förderung im Rahmen des Unterrichts ergänzen und erweitern die schon existenten vielfältigen Bausteine bzw. Module – und integrieren individuelle Förderung damit strukturell wie auch konzeptionell noch stärker im Rahmen des Regelunterrichtes für alle Schülerinnen und Schüler der Schule.

Individuelle Förderung (u. a. qualifizierte Hausaufgabenbetreuung), aber auch entspannende Betreuung bei Sport und Spiel erfolgen außerhalb des regulären Schulunterrichts (kostenfrei) – auf Wunsch der Eltern – im Rahmen der verlässlichen Nachmittagsbetreuung in der Zeit von 12.30 Uhr bis 15.45 Uhr durch besonders qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendwerkes Förderband.

Darüber hinaus gibt es für Schülerinnen und Schüler – bzw. vermittelt durch deren Eltern – ebenso die Möglichkeit, durch das Angebot Schüler helfen Schülern individuelle Lern-Unterstützung in einzelnen Fächern zu erhalten. Oberstufenschülerinnen und -schüler werden dabei als Lernpartnerinnen und -partner vermittelt und eine Eins-zu-Eins-Betreuung wird gewährleistet.

Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium der Stadt Siegen, Januar 2017